Michael Schreiber

Michael SchreiberMichael Schreiber ist Leiter des Schlaflabors und der psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik des Verbundes Katholischer Krankenhuser in Dsseldorf, wo er seit 1994 ttig ist. Auer der Verhaltenstherapie bilden EMDR und Gesundheitsmanagement die Basis seiner vielfltigen Arbeit. Michael Schreiber ist neben der Arbeit in der Klinik auch gutachterlich in den Bereichen Strafrecht und Waffengesetz ttig.
Bis 1999 war er wissenschaftlicher Angestellter der Abteilung fr Allgemeine Psychologie an der Heinrich Heine-Universitt in Dsseldorf, 2003 hat er promoviert.
Sein Knnen und seine Kenntnisse gibt er nicht nur ber Publikationen weiter, er ist auch Dozent und Supervisor fr verschiedene Ausbildungs­institutionen unterschiedlicher Berufsgruppen.

Veröffentlichungen von Michael Schreiber (PDF)


Workshop/ Vortrag von Michael Schreiber:

Workshop WS 16: (Psycho-)Therapie bei Schlafstrungen

Schlafstrungen sind eine der hufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Die Weltgesundheitsorganisation stellt Schlafstrungen auf eine Stufe mit koronarer Herzkrankheit oder Diabetes mellitus. Auch in Deutschland wird seitens der Kostentrger zunehmend die Bedeutung des gestrten Schlafes wahrgenommen. So stellt der Gesundheitsreport der DAK zum Thema Schlafstrungen in 2011 fest, dass in westlichen Industriestaaten etwa 10 Prozent der Bevlkerung von chronischer Insomnie, d.h. von Problemen beim Einschlafen und Durchschlafen betroffen sind Eine ausgeprgte Insomnie mit deutlicher Beeintrchtigung der Tagesbefindlichkeit wird in der Schlafepidemiologie fr etwa 5 Prozent der Bevlkerung angenommen.

Fr die Behandlung stehen naturgem unterschiedliche Behandlungsstrategien zur Verfgung. Eindeutig positiv fallen die Studien zur schlafspezifischen Psychotherapie aus. Im Vergleich zur Pharmakotherapie imponiert insbesondere die Persistenz positiver Effekte in Follow-up-Untersuchungen. Trotz nachgewiesener nachhaltiger Wirksamkeit wird dies jedoch in der ambulanten Therapie nur unzureichend beachtet. Das diesbezgliche Behandlungsangebot in Deutschland wird als sehr gering eingeschtzt. Hufig werden Schlafstrungen in der psychotherapeutischen Praxis zumeist nur als Sekundrsymptomatik wahrgenommen, auch fehlt hufig das differentialdiagnostische Wissen, um die Symptome des Patienten einer der ber 80 verschiedenen Schlafstrungsdiagnosen zuzuordnen.

Der Workshop gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil wird eine bersicht ber die Grundlagen des gesunden Schlafs und der Schlafregulation gegeben. Im zweiten Teil wird anhand von Fallbeispielen und Videodemonstrationen eine bersicht ber verschiedene Strungsbilder gegeben. Der dritte Teil befasst sich mit den diagnostischen Optionen und der letzte Teil befasst sich mit den verschiedenen schlafpsychotherapeutischen Interventionen bei einzelnen Strungsbildern (z.B. Insomnie, Albtrume), bercksichtigt aber auch aktuelle alternative Mglichkeiten (z.B. Lichttherapie, Pharmakotherapie).

Skript (Psycho-)Therapie bei Schlafstrungen (PDF)
Skript Mglichkeiten zur Verbesserung des Schlafes (PDF)


31.10.2011
9:45 Uhr 13:00 Uhr und 15:45 Uhr 19:00 Uhr