Peter Fiedler

Dozent der Kölner Therapietage 2009

Peter FiedlerProf. Dr. Peter Fiedler ist seit 1980 Hochschullehrer für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Eine verhaltenstherapeutische Ausbildung in Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Approbation und Supervisorentätigkeit bilden dabei sein fachliches Fundament. Arbeitsschwerpunkte mit entsprechenden Buchpublikationen liegen u.a. im Bereich der Ätiologie und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, Depression, dissoziative und posttraumatische Störungen, sowie sexuelle Orientierung und sexuelle Devianz. Mit seinem 2006 erschienenen Buch „Stalking“ greift er ein Thema aus psychotherapeutischer Sicht auf, das 2007 endlich auch Eingang in die geltende Rechtssprechung gefunden hat: Seitdem werden Stalking-Opfer, die unter fortgesetzter Verfolgung, Belästigung und Bedrohung leiden, strafrechtlich besser geschützt.

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Veröffentlichungen von Peter Fiedler


Das war der Beitrag 2009:

V 1: Perspektiven in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen
Persönlichkeitsstörungen treten selten als solitäre Auffälligkeit von Patienten in Erscheinung, sondern erhalten ihre therapeutische Relevanz häufig erst in der Gleichzeitigkeitsdiagnostik mit anderen psychischen Störungen. Im Vortrag stehen einerseits wichtige Erscheinungsformen und Gleichzeitigkeits­diagnosen bei Patienten mit Persönlichkeits­störungen im Vordergrund. Andererseits werden die störungsabhängigen Indikationen und differenziellen Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung breiten Raum einnehmen.
30.10.2009, 14:30 – 15:15 Uhr

WS 2: Stalking und Mobbing: Opfer, Täter, Prävention, Behandlung
Jodie Foster, Brad Pitt, Steffi Graf, Steven Spielberg gehören zu den bekannten Stalking-Opfern, aber auch viele "normale" Menschen. In Deutschland werden 18% der Frauen und 4% der Männer einmal in ihrem Leben gestalkt. Dabei reicht die Skala von Belästigung über Verfolgung bis hin zu Gewalttätigkeit, Vergewaltigung und Mord.

Im Workshop werden folgende Fragen behandelt:

  • Was ist zu tun, wenn Patienten durch Dauer-Belästigung, Nachstellung und Verfolgung bedroht sind?
  • Wie unterscheiden sich Mobbing und Stalking?
  • Wie kann man vermeiden, Opfer von Stalking/ Mobbing zu werden und was macht die Täter zu Tätern?
  • Welche Behandlungsansätze sind geeignet, die gravierenden psychischen Folgen von Stalking/Mobbing zu behandeln?

30.10.2009, 9:45 – 13:00 und 15:45 – 19:00 Uhr (ausgebucht)