Dr. Tanja Legenbauer

Dozentin der Kölner Therapietage 2007

Tanja LegenbauerTanja Legenbauer ist Psychologische Psychotherapeutin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Mainz sowie Leiterin des dortigen Essstörungsbehandlungsschwerpunkts. „Mich interessiert insbesondere die Fähigkeit zur Ästhetikwahrnehmung bei Patienten mit Essstörungen. Darüber hinaus beschäftige ich mich damit, ob es einen Zusammenhang zwischen einer Körperbildstörung und der Bereitschaft zur Durchführung chirurgischer Eingriffe gibt.“ So beschreibt Tanja Legenbauer ihr besonderes Interesse für das Thema Essstörungen. Gemeinsam mit Silja Vocks hat sie sich intensiv mit der Körperbildtherapie bei Essstörungen auseinandergesetzt und dazu ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual sowie einen Patientenratgeber veröffentlicht („Körperbildtherapie bei Anorexia und Bulimia nervosa” und “Wer schön sein will muss leiden?”, Hogrefe, 2005), welche gerade in der Therapie mit Patientinnen mit einer Körperschemastörung sehr hilfreich sind.

Das war der Beitrag 2007:

Workshop WS 07: Körperbildtherapie bei Essstörungen

Zunächst wird auf die Definition des Begriffes Körperbildstörung bzw. negatives Körperbild eingegangen und mit den TeilnehmerInnen eingeübt, wie Sie diese Informationen PatientInnen mit Essstörungen vermitteln können. Zusätzlich soll das Vorgehen anhand eines Fallbeispiels demonstriert werden. Im Anschluss daran sollen - bezugnehmend auf theoretische Modelle zur Entstehung des negativen Körperbildes - zugrunde liegende dysfunktionale Annahmen und automatische Gedanken herausgearbeitet werden. In Rollenspielen soll den TeilnehmerInnen vermittelt werden, wie diese Kognitionen erfragt und verändert werden. Im Anschluss daran wird sich der Darstellung und Einübung verschiedener Konfrontationstechniken gewidmet. Zunächst werden dazu theoretische Grundlagen zur Durchführung von Expositionen vermittelt. Danach soll mit den TeilnehmerInnen in Kleingruppenarbeit zunächst die Spiegelkonfrontation, dann die Videokonfrontation eingeübt werden. Anhand eines Fallbeispiels (ggf. Video) wird dann auf das Vorgehen und mögliche Schwierigkeiten und Fehler bei der Durchführung von Konfrontationsübungen eingegangen. Abschließend werden Elemente zum Abbau des körperbezogenen Vermeidungs- und Kontrollverhaltens und Aufbau positiver körperbezogener Aktivitäten vorgestellt und in Rollenspielen und Kleingruppenarbeit in der praktischen Durchführung eingeübt.


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